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Kulturelle Voraussetzungen für agile Lernprozesse #7 – Fazit

Agiles Lernen und kulturelle Voraussetzungen – ein abschließendes Fazit

In den vergangen Blogs habe wir viel gegenübergestallt, abgegrenzt, Möglichkeiten und Risiken aufgezeigt.

Agile Lernkonzepte funktionieren also erst ab einer orangenen Stufe, auf der die Unternehmen Veränderungskompetenz besitzen. Das heißt, dass die blaue Organisation mindestens schon auf dem Weg sein muss.


Doch auch für blaue und rote Organisationen gibt es die Möglichkeit, moderne und neue Lernformate zu nutzen.

Für blaue Organisationen passt am besten Lernen über ein traditionelles Curriculum bzw. einzelne Themenkomplexe in Form von Kursen. Diese werden im Blended Learning-Format umgesetzt. Auf diese Weise gewinnt die Organisation an Flexibilität und schafft effiziente Formen der Weiterentwicklung.

In roten Organisationen wird der einzelne Mitarbeiter gefördert, indem er viele Tipps & Tricks im Mantel des erfolgsorientierten Micro-Learning erhält. So wird die Motivation des einzelnen Mitarbeiters gefördert, denn dieser kann einen unmittelbaren Nutzen in seiner täglichen Arbeit umsetzen.

Um im Vorfeld festzustellen, auf welcher Kompetenzstufe sich das Unternehmen befindet, und wie bereit es für agiles Lernen ist, wurde der Socialized Learning Readiness Fragebogen entwickelt.
Bei der Lern- und Kollaborationsstrategie ist wichtig, dass sie auf das Kerngeschäft passt. Wichtig ist auch der Einfluss der Personalentwicklung. Können sie dort Ideen umsetzen und aktiv informelles Lernen fördern?

Gibt es kontinuierliche Lernprozesse, die agile Lernstrukturen zulassen? Es muss herausgefunden werden, wo die Experten im Unternehmen sitzen. Das ist oft gar nicht so einfach in Großorganisationen. Und wie ist der Zugriff auf das Expertenwissen?

Im Bereich der agilen Lerninhalte und –konzepte wird die Autonomie der Mitarbeiter beim Lernen geprüft werden. Können die Lerninhalte unterschiedlich angeboten werden? Letztlich wird die Social Media Kompetenz betrachtet. Die Mitarbeiter dürfen keine Berührungsängste mit Social Media haben. Welche Infrastruktur liegt vor, welche Netzwerkfähigkeiten?

Nach diesen Betrachtungen werden die verschiedenen Module in rot, gelb und grün eingestuft.
Rot ist nicht geeignet für agile Konzepte.Bei gelb müssen noch Änderungen stattfinden im Vorfeld und erst bei grün werden agile Konzepte erarbeitet.

Diese rigide Vorgehensweise ist nötig, weil der Change Prozess sehr aufwendig werden kann.
Wenn bereits bei der Identität oder dem Mindset Veränderungen nötig sind, wäre der Change Prozess zu aufwendig. Aus unserer Sicht macht eine Änderung auf agile Lernkonzepte Sinn, sobald man an den Kompetenzen, Verhalten und Strukturen ansetzen kann und nicht vorher.

Sie wollen wissen, ob in Ihrer Organisationen agiles Lernen möglich ist?
Dann zögern Sie nicht, mit uns Kontakt aufzunehmen!

Die Autoren

 

Kristina Henry

Meditorin, Streitsucherin und Chaoslotsin,
Mitglied im mindHub Kompetenznetzwerk

 

 

 

Markus Schwarzgruber

ist seit 30 Jahren als Berater, Coach und Trainer mit den Schwerpunkten Führen und Neues Lernen aktiv, Mitglied im mindHub Kompetenznetzwerk

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