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Drei wichtige Aspekte für ein gutes Webinar

Trainer und Moderatoren, die Webinare anbieten wollen, fragen sich, wie sie ihre Präsentation entsprechend umgestalten können. Hier ein erster Einstieg in die Visualisierung, Rhetorik und Interaktion in Webinaren.

1. Visualisierung

Powerpoint-Folien mit viel Text und Bulletpoints sind schon in Präsenzvorträgen ermüdend. In Webinaren, wo der Fokus noch viel mehr auf der Visualisierung liegt, haben sie noch schlechtere Karten. Schließlich wollen Ihre Webinar-TeilnehmerInnen nicht nur vorgelesen bekommen, was sie selbst lesen können.

Stattdessen sprechen lebendige Bilder, Fotos oder Grafiken für sich und halten Ihre Teilnehmer bei guter Laune. Zeigen Sie Bilder, die positive Gefühle auslösen: gut gelaunte Menschen, Strand und Palmen, Comicfiguren, entspannte Manager. Sorgen Sie für Bewegung in Ihrer Präsentation.

Da jede Kernaussage eine eigene Folie bekommt, können das für eine halbstündige Präsentation durchaus über 100 Folien werden.

Zielen Sie nicht darauf ab, dass diese Folien später auch als selbsterklärende Dokumentation dienen. Lieber fesseln Sie die Zuhörer während Ihres Webinars mit emotionalen, leicht erfassbaren Bildern und geben später ein extra erstelltes Whitepaper zur Dokumentation mit.

2. Rhetorik und Körpersprache

Parallel zur Visualisierung hören die TeilnehmerInnen Ihre Stimme und Ihre Ausführungen. Schlüpfen Sie vor der Präsentation in die Schuhe Ihrer Zuhörer – was wollen diese hören in Ihrem Webinar?

Es gibt zwei grundlegende Zielkategorien für Ihre Präsentation: Sie wollen den Zuhörer informieren und überzeugen.In beiden Fällen gilt es kompetent und glaubwürdig rüberzukommen.

Als WebinarleiterIn punkten Sie, wenn Sie motivierend sprechen können und Sicherheit vermitteln. Leicht gesagt. Aber zum Glück gibt es erlernbare rhetorischen Strategien, wie z.B. prägnante Formulierungen statt vager Allgemeinplätze, Wiederholungen der wichtigen Kernaussagen, Fragen und Vergleiche.

Sprechen Sie akzentuiert und nicht zu schnell. Durch wechselndes Sprechtempo erzeugen Sie Spannung, durch besondere Betonung und Pausen heben Sie die wichtigen Stellen hervor.

Es soll e-Moderatoren geben, die ein Foto an ihrer Kamera befestigen – die Freundin, Kollegen, ein Gruppenfoto -, um auch in der gestellten Situation eines Webinars möglichst ungezwungen zu echten Menschen zu sprechen.

In normalen Gesprächssituationen spielt die Körpersprache eine große Rolle. Setzen Sie Körpersprache auch im Webinar ein, selbst wenn nur ein Teil davon sichtbar sein wird. Ihre Stimme und Ihre Überzeugungskraft werden davon profitieren.

Den größten Aktionsradius haben Sie, wenn Sie Ihre Präsentation im Stehen halten können. Vorausgesetzt, Ihre Kamera lässt sich auf Stehhöhe anbringen.

3. Interaktion

Egal, wie gut Sie Ihre Präsentation vorbereitet haben, die Aufmerksamkeit Ihrer TeilnehmerInnen wird nach einer Weile dahinschwinden, wenn sie nicht aktiv eingebunden werden.

Gute Webinarsoftware bietet Ihnen unterschiedliche Möglichkeiten zur Interaktion. Dazu gehören der Chat ebenso wie ein Quiz, eine Umfrage oder die Beteiligung durch Mikrofonfreigabe.

Es gibt viele Wege, ins Webinar-Business einzusteigen. Wenn Sie selbst an möglichst vielen Webinaren teilnehmen, werden Sie schnell merken, welche Art der Visualisierung, der Rhetorik und der Interaktion Sie selbst am meisten anspricht.

Quellen:
Herrman-Ruess, Anita und Ott, Max: Das gute Webinar, x.media.press, 2014
Moesslang, Michael: Whitepaper: Mitreißend präsentieren durch die richtige Rhetorik.
Schwarzgruber, Markus: Ausbildung zum e-Moderator; Modul „Zielbestimmung für erfolgreiche Präsentationen“
von Kristina Henry, Meditorin, Streitsucherin und Chaoslotsin, Mitglied im mindHub Kompetenznetzwerk, 22. Februar 2018

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